Du liebst es, mit deinem Hund durch Wiesen und Felder zu streifen? Verständlich – schließlich gibt es nichts Schöneres, als gemeinsam draußen unterwegs zu sein. Aber Vorsicht! Der Sommer kommt zwar erst in ein paar Monaten, aber der Frühling schaut ja grad schon mal durch die Türe. Gerade in den warmen Monaten lauert auf Feld und Wiesen eine unscheinbare, aber ziemlich fiese Gefahr für unsere Fellnasen: Grannen. Diese kleinen, spitzen Pflanzenteile können deinem Hund ordentlich zusetzen. Warum sie so gefährlich sind und wie du deinen Vierbeiner davor schützt, erfährst du hier.

Was sind Grannen überhaupt?

Grannen sind diese kleinen, borstenartigen Spitzen, die an Gräsern und Getreidepflanzen sitzen. Ihr Trick: Sie haken sich im Fell fest – und das leider nicht nur oberflächlich. Dank ihrer Widerhaken bohren sie sich immer weiter in Haut, Ohren, Pfoten oder sogar Nase und Augen deines Hundes. Klingt unangenehm? Ist es auch!

Warum sind Grannen so gefährlich?

So unscheinbar sie wirken, so fies können sie werden. Hier sind die größten Probleme, die sie verursachen können:

  • Sie bohren sich immer weiter rein. Durch ihre Form bewegen sich Grannen nur in eine Richtung – und zwar tiefer ins Gewebe. Das kann zu Entzündungen und Abszessen führen.
  • Sie lösen Infektionen aus. Bakterien haben hier leichtes Spiel. Eine unbehandelte Granne kann eine schmerzhafte Entzündung im Körper deines Hundes verursachen.
  • Sie tun einfach weh. Wenn dein Hund sich ständig kratzt, schleckt oder humpelt, kann das an einer Granne liegen. Und die ist wirklich alles andere als angenehm.

So erkennst du, ob dein Hund eine Granne hat

Grannen können sich an verschiedenen Stellen festsetzen – je nachdem, wo dein Hund unterwegs war. Achte auf diese Anzeichen:

  • Ohren: Dein Hund schüttelt ständig den Kopf, kratzt sich am Ohr oder hält den Kopf schief.
  • Nase: Häufiges Niesen, Nasenbluten oder eine laufende Nase können Anzeichen sein.
  • Augen: Tränenfluss, Blinzeln oder geschwollene Augen können auf eine Granne hinweisen.
  • Pfoten: Humpeln, Lecken oder eine geschwollene Stelle zwischen den Zehen sollten kontrolliert werden.

So schützt du deinen Hund vor Grannen

Am besten ist es natürlich, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Hier ein paar einfache Tipps:

• Einmal am Tag checken. Besonders Pfoten, Ohren und Fell genau unter die Lupe nehmen.

• Fellpflege nicht vernachlässigen. Kurzes oder gut gebürstetes Fell bietet Grannen weniger Angriffsmöglichkeiten.

• Auf die Umgebung achten. Wiesen und Felder mit hohem Gras lieber meiden, wenn es möglich ist.

• Schutzkleidung nutzen. Es gibt spezielle Schuhe oder Ohrenschützer für Hunde – besonders sinnvoll, wenn dein Hund besonders anfällig ist.

Was tun, wenn eine Granne steckt?

Du hast eine Granne entdeckt? Wenn sie noch locker im Fell sitzt, kannst du sie vorsichtig entfernen. Sitzt sie aber schon tiefer, heißt es: Ab zum Tierarzt oder zur Tierärztin. Bloß nicht selbst daran herumdoktern – das kann das Ganze nur schlimmer machen.

Grannen sind kleine, fiese Biester – aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit kannst du deinen Hund gut davor schützen. Also: Nach jedem Spaziergang einmal kurz abchecken, dann bleibt euch beiden Ärger erspart.

Kennst du noch andere Tipps gegen Grannen? Dann schreib uns oder teile diesen Beitrag mit anderen Hundemenschen.

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